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Ist ein eigener Scanner sinnvoll?
Die Frage nach dem eigenen Scanner selbst im kleinen Labor und im Praxislabor kommt immer häufiger auf. Für die Entscheidung soll hier auf zwei Aspekte eingegangen werden. Zum einen die Wirtschaftlichkeit und zum anderen die Notwendigkeit mit der Zeit zu gehen und wichtige Innovationen nicht zu verpassen.
Zirkonoxid
Wenn sich das Labor nur für einen Scanner entscheidet und auf eine eigene teure Fräsanlage verzichtet, ist eine Mindestanzahl von gefertigten Einheiten aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten zwingend notwendig um anfallende Verluste möglichst gering zu halten. Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach. Bei den bekannten Fräszentren bekommen Sie die Einheiten bei angelieferten Datensatz ca. 10 € günstiger im Vergleich zu der Herstellung auf angelieferten Modellen. Was müssen Sie nun selber für diese 1o € tun?
- Scanner kaufen ( ca. 20.000 €)
- Konstruieren
- Aufpassen
Selbst wenn Sie jemanden finden, der Ihnen den Scanner schenkt, und wenn Sie für das Konstruieren und Aufpassen 15 Minuten brauchen, haben Sie bei einem durchschnittlichen Kostenminutensatz von 1 € schon Verlust gemacht. Da Ihnen nun niemand einen Scanner schenkt, zumindest nicht ohne Gegenleistung, wird der Verlust nur kleiner, wenn Sie große Mengen konstruieren. Bedenken Sie auch den Aufwand für die Ausbildung an der CAD Software.
NEM
In Verbindung mit der Konstruktion von NEM Kronen, ob gefräst oder per Laser Melting, bekommt die Sache eine positive Wendung. Mittlerweile unterbieten sich die Anbieter gerade von Laser Melting Gerüsten gegenseitig.
Zusammengefasst macht der eigene Scanner ab ca. 400 Zahneinheiten pro Jahr auch wirtschaftlich einen Sinn, wenn Sie neben Zirkonoxid auch NEM Einheiten Konstruieren wollen.
Für Dentallabore ab 600 Zirkoneinheiten rechnet sich auch schnell eine eigene kleine Fräsanlage ausschließlich für Zirkon.
Der zweite Aspekt ist die Gefahr, wenn man sich zu spät mit der CAD Technik beschäftigt, den Anschluss zu verpassen. Die Entwicklung geht mittlerweile so rasant vorwärts, dass ein Labor, egal ob gewerblich oder Praxislabor, sich nicht mehr leisten kann die neuen Techniken zu ignorieren. Denken Sie an digitale Mundscanner. Es wird noch dauern, aber eines Tages wird der Mundscanner sicherlich den konventionellen Abdruck verdrängen. Wer dann erst reagiert hat verloren.
Ein Tipp zum Schluss. Sollten Sie bereits einen eigenen Scanner haben oder sich für den Kauf entschieden haben, suchen Sie sich einen Partner bei dem möglichst ausgebildete Zahntechniker die Fertigung übernehmen. Das gleiche gilt umso mehr, wenn Sie Fertigung komplett einem Fräszentrum überlassen wollen.
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