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Schärfentiefe in der Dentalfotografie
Nicht nur in der Dentalfotografie sondern in jeder Form der Makrofotografie gibt es Einschränkungen in der Schärfentiefe. Die Schärfentiefe ist der Abstand von der Kamera in dem das Bild scharf ist. Dieser Bereich kann bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 nur wenige Millimeter betragen.
Aus meiner Zeit als Referent für die DeguDent kann ich sagen, dass alleine der Besitz der richtigen Hardware noch lange kein Garant für gute bzw. scharfe Fotos ist. Die theoretischen Grundbegriffe der Fotografie sollte jeder, der sich eine entsprechende Ausrüstung leistet, unbedingt kennen. Mir wurden auf meinen Seminaren Fotos gezeigt, die angeblich verwackelt waren. Verwackeln ist bei den kurzen Abständen zum Objekt und bei einer Blitzbelichtung aber praktisch unmöglich.
Die Größe der Schärfentiefe beeinflussen Sie mit der Vorgabe einer kleinen Blende. In der Dentalfotografie kommt meistens Blende 22 zum Einsatz. Dabei wird die Blendenöffnung des Objektivs beim Zeitpunkt des Auslösens der Kamera auf 1/22 verkleinert. Das nötige Licht wird durch den Einsatz eines Blitzes garantiert. Bei Nikon SLRs können Sie die Zeitautomatik wählen, und die Blende 22 vorgeben. Bei Canon Kameras geht das nicht. Dort müssen Sie die manuelle Einstellung wählen und Zeit und Blende vorgeben.
Gerade wenn der Bereich der Schärfentiefe nur wenige Millimeter beträgt, muss man diesem wertvollen Bereich überlegt umgehen. Schalten Sie auf jeden Fall den Autofokus aus und bedenken Sie beim Fokussieren, dass der Bereich der Schärfe sich auf ca. 50% vor und 50% hinter dem scharf gestellten Punkt verteilt. In der Praxis bedeutet das bei der Aufnahme einer Zahnfront im Mund des Patienten, dass Sie auf die 2er scharfstellen und nicht wie man oft sieht auf die 1er. Sie verschenken sonst den ganzen Bereich vor dem Scharfpunkt.
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Dentalfotografie Hardware
In diesem Artikel geht es um Empfehlungen für die richtige technische Ausrüstung, also die richtige Hardware für die Dentalfotografie. Ob digitale Kompaktkameras ausreichen oder nicht muss jeder letztlich selbst für sich entscheiden. Es kommt ja meistens auf das richtige Kosten – Nutzen Verhältnis an.
Wenn Sie die Sache richtig angehen wollen, kommen Sie an einer Spiegelreflexkamera nicht vorbei. Dabei reichen auf jeden Fall die Einstiegsmodelle der renommierten Hersteller wie Canon oder Nikon. Diese sind sehr handlich und leichtgewichtig und technische Ausstattungen der Profikameras wären eigentlich für die Dentalfotografie überflüssig – es sei denn man möchte auch außerhalb der Zahntechnik und Zahnmedizin weiter hochwertige Aufnahmen machen.
Mit dem Gehäuse alleine können Sie natürlich noch keine Aufnahmen machen. Sie benötigen ein Objektiv. Dabei haben sich für unseren Bereich Makro Objektive mit einer Brennweite von ca. 100mm durchgesetzt. Ob es nun 90mm oder 105mm sind spielt keine Rolle. Mit diesen Objektiven haben Sie bei Mundaufnahmen noch einen für den Patienten akzeptierbaren Abstand. Sie erreichen mit dieser Ausrüstung Aufnahmen mit dem Maßstab 1:1.
Jetzt benötigen Sie noch das richtige Licht. Damit die Bilder eine ausreichende Tiefenschärfe aufweisen, muss mit kleiner Blende(große Zahl) gearbeitet werden. Dabei wird der Verschluss beim Auslösen auf ein kleines Loch reduziert, sodass wenig Licht auf den Sensor fällt und die Aufnahme unterbelichtet wird. Dieser Effekt wird durch einen Blitz verhindert. Der Blitz muss in der Nähe der Objektivfrontlinse angebracht werden, um den Nahbereich optimal ausleuchten zu können. Es gibt dafür Ringblitze oder sogenannte Lateralblitze. Für den Anfänger sind die Ringblitze zu empfehlen.
Jetzt haben wir die Dentalfotografie Hardware Grundausstattung zusammen. Interessant sind sicherlich auch die Kosten für diese Dentalfotografie Hardware. Die Markenkameras im Einstiegsbereich liegen zurzeit bei ca. 500 €. Für ein Makroobjektiv müssen Sie bei Nikon ca. 800€ und bei Canon ca. 700€ ausgeben. Günstiger wird es bei Fremdherstellern, wie Sigma, Tamron u.a. Diese Hersteller bieten oftmals genauso gute Qualität nur zu einem günstigeren Preis. Das Gleiche gilt für die Blitzgeräte. Hier kann ich einen Ringblitz der Firma Sigma empfehlen, der bei ca. 360€ liegt. Für Modelle der original Marken bezahlen Sie das 2 bis 3 fache.
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